GIEN Geschirr und französisches Porzellan

Gien bei Artedona

  • Die Fayencerie de Gien pflegt seit fast 200 Jahren die Kunst der Fayence-Herstellung.
  • Als offizieller Händler beraten wir Sie gerne persönlich und unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.
  • Wir liefern jedes Produkt aus der Kollektion an Ihre Wunschadresse.

Über die Marke Gien

Seit fast 200 Jahren pflegt Gien France die Kunst der Fayence-Herstellung und als Fayencerie de Gien hat das Unternehmen seither weltweiten Ruhm erlangt. Fayence ist eine feine, poröse Tonware, die mit einer Glasur überzogen und mehrfach gebrannt wird. Das Ergebnis sind Fayencen, die sich von Keramik durch ihre Feinheit und Raffinesse unterscheiden.

Die einzigartigen Fayencen von Gien zeichnen sich durch den Farbenreichtum, die Feinheit und die Vielfalt ihrer Formen und Dekore aus. Die Dekore Gien Alice und Gien Millefleurs zählen heute zu den Bestsellern und verkörpern den französischen Landhausstil in hervorragender Weise.

Die Fayencerie de Gien

Im Jahre 1821 legte der Engländer Thomas Hall den Grundstein für eine der angesehensten und traditionsreichsten „Porzellan-Manufakturen“ in Frankreich: die „Fayencerie de Gien“ an der Loire. Er führte erstmals eine in England bereits angewandte, ausgefeilte Technik zur Keramik-Herstellung in Frankreich ein – die Fayence. Zu Beginn war der Betrieb auf die Herstellung von einfachem Geschirr ausgerichtet. Schon bald entwickelte sich die Fayencerie de Gien weiter und wurde zum Produzenten hochwertiger, edler und außergewöhnlicher Tafel-Service. Auch die individuelle Anfertigung von Geschirr mit den Wappen großer Familien fand in der gehobenen Gesellschaft bald beachtlichen Anklang. Gien ist heute ein international erfolgreiches Unternehmen. Die Fayencen aus Gien werden in über 30 Länder weltweit exportiert.

Die Fayence - Geschichte und Herstellung

Der französische Begriff „Fayence“ wurde vom Namen einer italienischen Stadt abgeleitet: Faenza. Diese wurde bereits in der Renaissance für ihre Keramikarbeiten bekannt. Doch schon weit vor dieser Zeit gab es im 4. Jahrtausend vor Christus Fayence-ähnliche Techniken im alten Ägypten. Im 5. Jahrhundert wurden dann schon Fayencen im eigentlichen Sinne in Persien hergestellt.

Im 14. und 15. Jahrhundert erreichte die Fayence Spanien und Italien. Vor allem Mallorca und die norditalienische Stadt Faenza gelten immer noch als bedeutende Handelszentren für diese feine Keramik-Art. Zu den erstem Massenexporten weltweit wurden die holländischen Fayencen aus Delft (zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert).

Die Fayence ist ein feines, poröses tonkeramisches Erzeugnis, das mit einer weißen Glasur aus Zinn überzogen und bei ca. 900 Grad mehrfach gebrannt wird. Die modellierten Scherben werden nach dem Brennen durch ein weiteres Glasurbad aus Sand, Pottasche, Zinn, Blei und Wasser gezogen und anschließend handbemalt. Durch die aufwendige Herstellungsprozedur und die liebevolle gestaltete Handarbeit entstehen Fayencen, die sich von herkömmlicher Keramik durch ihre Feinheit und Raffinesse unterscheiden.

Gien Porzellan

Auch wenn Fayencen von Gien umgangssprachlich als „Gien Porzellan“ bezeichnet werden, so ist die Bezeichnung Gien Porzellan im Grunde fachlich nicht korrekt. Gien Fayencen unterscheiden sich von Porzellan nicht nur durch das Material, sondern auch durch den gebrochenen, weißen Grundfarbton.

Gien Kollektion

Die Fayencerie de Gien ist berühmt für ihre aufwendig gestalteten Dekore und ihre farbenfrohen Service-Kreationen. Die handbemalten Keramiken bringen provenzalische Lebensfreude, ländlichen Charme und südliches Flair auf Ihre Tafel. Bestes Beispiel hierfür ist das Dekor Gien Oiseau Bleu mit naturgetreuen Frucht- und Blumenmotiven, die auf einen Entwurf der Designerin Isabelle de Borchgrave zurückgehen.

Das elegant-zeitlose Service Gien Filets Bleus beindruckt hingegen durch sein schlichtes Dekor mit azurblauen Konturlinien auf zartem Ecru, das Sie sogleich von einem Tag am Meer träumen lässt.

Zu den Bestsellern der Gien Kollektion gehören Gien Alice und Gien Millefleurs. Das Fayence-Service „Gien Alice“ verzaubert mit seinem Dekor aus zarten Schneeglöckchen, Stiefmütterchen und Traubenhyazinthen. Opulent-romantisch präsentiert sich „Gien Millefleurs“ mit einem Design, das einem wahren Blumenrausch gleicht. Auch bei neueren Dekoren setzt Gien weiter auf französischen Landhaus-Stil und begeistert mit poetischen Fayence-Serien wie Gien Route des Indes oder Gien Chevaux du Vent.

Im Laufe seiner Geschichte hat sich die Fayencerie Gien auch immer wieder an anderen Dekoren orientiert und ist mit ihren Kollektionen ein Spiegelbild der Fayencen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. So führten die übernommenen Dekore der Manufaktur Rouen mit Stil-Elementen wie „Horndekor“, „Strahlendekor“, „Kunstschmiede“ oder „Blütenkorb“ zu einem wahren Aufschwung der Produktion in Gien. Weiterhin wurde die Fayencerie vom italienischen Dekor, den Dekoren aus Delft, feinem Porzellan aus Sachsen, englischem Wedgwood-Porzellan und von Dekor-Trends aus dem fernen Osten beeinflusst.

Die verschiedenen Dekor-Interpretationen und vielseitigen Geschirr-Kollektionen aus Gien kann man heutzutage im Museum der Fayencerie bewundern.

Jede Fayence-Kollektion bekommt eine Markierung

Von Anbeginn der Produktion wurde jede einzelne Fayence mit einer aufgedruckten Marke versehen, die es erlaubt, die jeweiligen Fertigungsperioden einer Keramik zu bestimmen. Die Pressmarken waren in den jeweiligen Perioden meist ähnlich aufgebaut und bestanden aus Buchstaben, die für das Jahr standen, später einem weiteren für den Monat. Auf bestimmten Stücken wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch ein dritter Buchstabe hinzugefügt. Dieser steht für den Keramiker, der die Fayence hergestellt hat.




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