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Gien - Fayencen im Landhausstil

Gien
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Gien – farbenfrohe Fayence aus Frankreich

Französisches Geschirr wie im Ferienhaus: Gien verkörpert französische Lebensfreude mit Tafelgeschirr aus kunstvoll bemalter Fayence. Französisches Geschirr aus Fayence war für Jahrhunderte die erste Wahl europäischer Fürstenhäuser. Die Herstellung des traditionsreichen "Halbporzellans" erinnert an modernes Steingut – die Qualität ähnelt jedoch der von kostspieligem Porzellan.

Fayence ist feine, warmweiß glasierte Keramik mit intensiv farbiger Bemalung. Die organischen Formen und naturverbundenen Motive von Gien vermählen klassisch französische Eleganz mit dem ländlichen Charme Südfrankreichs. Die traditionell handgefertigten Teller, Tassen und Schüsseln sind nie perfekt gleich: Menschliche Spuren aus der Handarbeit machen jede Fayence zum lebendigen Einzelstück.

Gien ist 100% Made in France. Die Manufaktur kontrolliert jeden Schritt der Produktion, vom Auswählen der Rohstoffe über das Mischen der Farben bis zum Verpacken. Selbst die Guss- und Druckformen entstehen ausschließlich in den hauseigenen Ateliers.

Die kunsthandwerkliche Exzellenz von Gien ist staatlich anerkannt: Die Manufaktur zählt als "Entreprise du Patrimoine vivant" zum wirtschaftlichen Kulturerbe Frankreichs.

200 Jahre Gien – Europas bedeutendste Fayence-Manufaktur

Seit 1821 steht die Fayencerie de Gien am Ufer der Loire in der gleichnamigen Stadt Gien. Die Stadt befindet sich etwa 150 Kilometer südlich von Paris in der Region Centre-Val de Loire, mitten im Herzen Frankreichs.

Gründer der Fayencerie de Gien war der Engländer Thomas Hall. Er kam nach Frankreich, um eine Fayence-Manufaktur nach englischem Vorbild zu errichten. Das sogenannte "Halbporzellan" aus Gien verband englisches Wissen mit französischer Ästhetik – ein Erfolgsrezept.

Die Handwerker der Manufaktur Gien fanden schnell ihren eigenen Stil. Sie entwickelten neue Techniken und verbanden kreativ Einflüsse von Porzellan- und Fayence-Manufakturen aus aller Welt. Eine beliebte Spezialität von Gien hat sich bis heute erhalten: Auf Wunsch lassen sich Teller und Tassen mit Monogrammen oder Wappen personalisieren.

Heute versteht sich Gien auf Tafelgeschirr und ausgesuchte Deko-Objekte. Weltbekannt und doch vergessen sind die kunstvoll bemalten Kacheln und Fliesen von Gien aus dem frühen 20. Jahrhundert. Gien stellte von 1906 bis 1980 die strahlend weißen Wandfliesen her, die viele Stationen der Métro in Paris schmückten – ein Bild, das zu Paris gehört wie der Eiffelturm.

Als Mitglied des renommierten Comité Colbert verkörpert Gien heute wie nie zuvor französische Exzellenz. Aktuelle Kollektionen und seltene Sammlerstücke sind in den angesehensten Kaufhäusern der Welt zu finden, darunter das Kaufhaus des Westens in Berlin, Bergdorf Goodman in New York oder Isetan in Tokyo. Im privaten Museum "Musée de la faïencerie" pflegt Gien sein Erbe an tausenden Formen und Dessins aus über 200 Jahren Geschichte.

Gien arbeitet mit hauseigenen Designern sowie mit berühmten Künstlern an Entwürfen, die Moderne und Tradition verbinden. Dazu zählen Paco Rabanne, Andrée Putman, Patrick Jouin, Isabelle de Borchgrave, Garouste und Bonetti.

Was ist Fayence?

Fayence ist weiß glasierte und farbenfroh bemalte Irdenware. Irdenware ist eine Art von Keramik, die bei niedrigeren Temperaturen als Porzellan gebrannt wird. Der gebrannte Ton, der sogenannte "Scherben", bleibt porös und undurchsichtig. Die deckende Glasur schützt den Scherben vor Wasser und dient als Malgrund.

Die Besonderheit der Fayence: Sowohl die Tonmischung als auch die Glasur sind von einzigartiger Qualität. Die komplexe Zusammensetzung des Tons ermöglicht so dünne und leichte Formen wie Porzellan. Die zinnhaltige Glasur wird bei über 1000 °C aufgebrannt und macht Fayence um ein vielfaches widerstandsfähiger als Steingut, dessen hauchdünne Glasuren bei gerade mal 100 °C kalt gebrannt werden.

Das wichtigste Merkmal der Fayence bleibt ihre Ästhetik. Das warmweiße Tafelgeschirr mit leuchtenden Malereien ist eine Stilikone voller Geschichte und Charme. Fayence bezaubert nicht nur optisch: Ihre makellose Glasur hat eine warme Haptik, die andere Keramikarten nicht bieten.

Ist Fayence von Gien Porzellan?

Fayence von Gien wird oft irrtümlich als "Gien Porzellan" bezeichnet. Doch Fayence ist kein Porzellan nach europäischen Klassifikationen. Fayence und Porzellan unterscheiden sich in der Herstellung und haben unterschiedliche Eigenschaften.

Der wichtigste Unterschied: Porzellan ist nach dem Brennen nicht mehr porös und nimmt auch ohne Glasur kaum noch Wasser auf. Der Tonkörper von Fayence bleibt dagegen porös und kann Wasser absorbieren. Deshalb hat Fayence eine dickere Glasur als Porzellan, die vor Kratzern und Wasser schützt.

Früher hat man zwischen den verschiedenen Keramikarten sprachlich keine Unterschiede gemacht. "Gien Porzellan" war eine geläufige Bezeichnung. Später entstand die Bezeichnung "Halbporzellan" für Keramikarten wie Fayence. Heute wird in Europa zwischen Fayence und Porzellan klar unterschieden. In anderen Teilen der Welt, wie in Asien, zieht man weiterhin weniger klare Grenzen zwischen Porzellan und anderen Keramikarten.

Dass viele die Fayencen von Gien noch immer mit französischem Porzellan gleichsetzen, zeugt von der einmaligen Qualität der Manufaktur. Entdecken Sie Tafelgeschirr von Gien als lebendige Alternative zum Porzellan-Standard.

Woher kommt Fayence?

Die Geschichte der französischen Fayence beginnt in der italienischen Stadt Faenza im 14. Jahrhundert. Die dort nach maurischem Vorbild hergestellte Keramik war eine begehrte Alternative zum Porzellan aus Fernost. Der französische Hof war ein begeisterter Kunde und benannte die strahlend weiß glasierte und bemalte Keramik nach ihrem Herkunftsort – "faïence".

Fayence-Manufakturen bildeten sich über die Jahrhunderte unabhängig in ganz Europa. Jede pflegte ihren lokalen Stil. Als das Geheimnis um die Porzellan-Herstellung in Europa bekannt wurde, wechselten die Manufakturen entweder zum prestigereichen Porzellan oder zur Massenware aus dem neuen, billigen Steingut. Nur wenige Fayence-Manufakturen blieben ihrer Kunst treu – mit Gien als eine der bedeutendsten der Welt.

Französische Exzellenz – Die Handwerkskunst von Gien

Ob Teller, Tasse oder Schüssel, in jedem Stück von Gien steckt das Wissen aus zweihundert Jahren Handwerkskunst. Traditionelle Techniken garantieren exzellente Premium-Qualität. Von einem Häufchen Erde zum feinen Tafelgeschirr – eine magische Transformation in liebevoller Handarbeit.

Die streng geheime Tonmischung von Gien enthält über 14 verschiedene Erden, darunter auch Porzellanerde, das sogenannte Kaolin. Die Zusammensetzung gibt der Fayence ihre organische, warme Farbe. Flache Objekte wie Teller werden gepresst, Hohlkörper wie Kannen gegossen. Die dafür benötigten Gipsformen stellt Gien in den eigenen Ateliers her.

Nach einem ersten Brand bei 1145 °C werden die Tonobjekte mit einer zinnhaltigen Glasur überzogen. Bei einem zweiten Brand bei 1045 °C verschmilzt die Glasur mit dem Ton. Daraufhin werden die Fayencen je nach Dekor per Hand oder per Chromolithographie bemalt und ein drittes Mal bei 1045 °C gebrannt. Die Farben verschmelzen für immer mit der Glasur. Der dreifache Brennvorgang ist ein enormer Aufwand, der die Fayencen von Gien widerstandsfähig macht.

Die seltenen Meisterwerke der Prestige-Serien sind traditionell komplett handbemalt. Die aufwendigen Maltechniken müssen die Handwerker wenigstens drei Jahre lang erlernen. Bis eine Fayence von Gien fertig ist, ist sie durch die erfahrenen Hände von 30 Handwerkern und Handwerkerinnen gegangen.

Jeder Schritt der Produktion geht mit strengen Qualitätskontrollen einher. Die Kunst der Fayenceherstellung ist so präzise, dass Ton und Farben bei der Produktion selbst auf Wetterschwankungen reagieren. Die Handwerker müssen auf kleinste Unterschiede in Größe und Farbe achten und sich bei jedem Stück aufs Neue anpassen – denn Fayence ist lebendig.

Gemütlicher Chic – der bezaubernde Stil von Gien

Warm, authentisch, einladend – der Stil von Gien verbindet klassische Eleganz mit mediterraner Warmherzigkeit. Eine subtile Mischung aus historischem Erbe und modernen Trends verleiht den Kollektionen von Gien eine starke Persönlichkeit. Wer einmal mit französischem Geschirr von Gien vertraut ist, erkennt es sofort wieder.

Mit vielfältigen Formen, reichen Farben und fantasievollen Geschichten brechen die Tafelservice von Gien aus dem Alltag aus. Die französische Lebensfreude von Gien steckt an – nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie eine Pause zu Tisch mit Freunden und Familie.

Die Dekore von Gien lassen sich kreativ kombinieren – schauen Sie regelmäßig in den Neuheiten von Gien vorbei.

Die beliebtesten Klassiker von Gien

Die Filets Bleus sind die Klassiker mit Vintage-Form und blauem Rand von Gien. Handgemalte Zierbänder leuchten auf den rundgezackten Rändern des ecrufarbigen Tafelgeschirrs. Kombinieren Sie verschiedene Farben der Filets Kollektionen für einen charmanten wie subtilen Farb-Touch am Esstisch.

Wie im südfranzösischen Ferienhaus: Millefleurs von Gien beschwört mit tausenden Blüten das Lebensgefühl vom Frühling in Südfrankreich. Die schlichten und funktionalen Formen überlassen den farbenfrohen Blumen-Dekoren das Rampenlicht. Ein poetisches Tafelgeschirr, das zum Frühstück, Mittagessen oder Kaffee und Kuchen die Familie zusammenbringt.

Die Kollektion Oiseau Bleu ist seit dem 19. Jahrhundert im Katalog von Gien. Sie verkörpert perfekt, wie Gien klassische Eleganz und einladenden Vintage-Charme miteinander vereint. Das monochrom blaue Dekor mit Blumen und Vögeln wirkt zeitlos und vertraut. Ergänzend gibt es das Tafelgeschirr Oiseau Bleu mit frechen Fruchtmotiven, die wie eine optische Täuschung die Teller und Tassen befüllt aussehen lassen.

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