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Theresienthal - Krone der Glaskunst seit 1836

Theresienthal
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Theresienthal – Königliches Kristallglas aus Bayern

Ein Stück lebende Geschichte: Die bayerische Kristallglas-Manufaktur Theresienthal betreibt seit 1836 Glashandwerk auf königlichem Niveau. Die kleine Manufaktur tief im Bayerischen Wald kreiert in vollständiger Handarbeit moderne Interpretationen historischer Glaskollektionen und neue Designs mit traditionellem Flair.

Das Herz von Theresienthal sind die leidenschaftlichen Mitarbeiter der Glashütte. Aus dem kleinen Team von Glasmachern, Schleifern, Graveuren, Malern und weiteren Kunsthandwerkern arbeiten einige seit Jahrzehnten in Theresienthal; manche bereits in vierter oder fünfter Generation.

Böhmisches Kristallglas auf Bayerisch

1831 forderte König Ludwig I. von Bayern den böhmischen Glashändler Franz Steigerwald auf, eine Glashütte in Bayern zu errichten. Steigerwald gehorchte und eröffnete 1836 eine Glashütte in einem kleinen Tal nahe Zwiesel, dem Zentrum der deutschen Glasindustrie. Er bekam die königliche Erlaubnis, die Glashütte samt Tal nach Königin Therese zu benennen – Theresienthal.

Der Name Therese war gut ausgesucht, denn er trägt in Bayern bis heute große Bedeutung: König Ludwig I. hatte Therese von Sachsen-Hildburghausen 1810 geheiratet. Ihre Hochzeitsfeier in München auf der Theresienwiese war so legendär, dass sie sich zum Oktoberfest entwickelte, dem größten und bekanntesten Volksfest der Welt.

Mit böhmischem Know-how und königlichem Privileg eroberte das geschliffene Überfang- und Kristallglas aus Theresienthal die deutschen und europäischen Königshäuser. 1861 übernahm Michael von Poschinger die Manufaktur; seine Nachfahren sollten bis 1973 die Glashütte leiten.

Im Zeichen des Historismus

In der 1870er Jahren wurde König Ludwig II. zum Stammkunden. Er bestückte unter anderem sein geliebtes Schloss Linderhof mit einem Glas-Service aus Theresienthal. Der russische Zarenhof in Sankt Petersburg musste wegen Bruchgefahr zu Fuß beliefert werden. Selbst Frankreichs letzte Kaiserin Eugenie bestellte sich eine gläserne Uhr ins englische Exil.

Das Erfolgsrezept von Theresienthal war der Historismus, eine heute oft übersehene Kunstströmung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Designer wie Henriette Steigerwald, Franz Keller-Leuzinger und Rudolf von Seitz entwarfen Trinkgläser und Vasen, die historische Elemente und Formen subjektiv neu interpretierten.

So erinnerten die in Deutschland beliebten Römergläser an mittelalterliche Raritäten; opulente Becher und Pokale mischten Dekore von der venezianischen Renaissance und dem Barock mit altdeutschen Formen. Der eklektische Stilmix des Historismus hallt bis heute im Erbe von Theresienthal nach.

Anfang des 20. Jahrhunderts feierte Theresienthal große Erfolge in den USA. Man schwärmte von den neuen Designs im Jugendstil, welche die Amerikaner von romantischen Bildern aus der Alten Welt träumen ließen.

Viele dieser historischen Glas-Objekte aus Theresienthal findet man heute in den Schlössern und Museen Bayerns. Stücke sind im Theresienthaler Museumsschlösschen, im Museum Bayerischer Könige in Hohenschwangau sowie in Schloss Linderhof und Schloss Neuschwanstein ausgestellt.

Leidenschaft fürs Handwerk – Theresienthal heute

2001 musste die Kristallglasmanufaktur Theresienthal wegen Insolvenz geschlossen werden. Einige ehemalige Mitarbeiter gaben ihre Glashütte aber nicht auf. Sie pflegten jahrelang die Geräte in den geschlossenen Werkstätten, um sie vor dem Verfall zu bewahren.

Beeindruckt von diesem Engagement begann die Eberhard von Kuenheim Stiftung, eine Stiftung der BMW AG, eine Förderung zu organisieren. 2004 wurde die gemeinnützige Stiftung Theresienthal gegründet und die Glasmacher konnten den Betrieb in der Glashütte wiederaufnehmen. 2006 übernahm Max Freiherr von Schnurbein das Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern.

Bayerischer Barock in historischer Handarbeit

Die aktuelle Kollektion orientiert sich zum Teil an den erfolgreichen Vorlagen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte. Die Einflüsse reichen vom Biedermeier-Stil der Gründerjahre über den Historismus bis zum Jugendstil und der Neuen Sachlichkeit. So ist Kristallglas aus Theresienthal gelebte bayerische Geschichte und Tradition.

Die Kristallglasmanufaktur Theresienthal entwirft zudem neue Stücke mit Designern wie Kuball & Kempe, Jens Denecke, Matthias Gangkofner, Christian Haas, Gottfried Palatin und Hermann August Weizenegger. Das Motto: Bavarian Baroque statt German Engineering.

Alle Gläser, Becher, Vasen und Deko-Objekte entstehen ausschließlich in Handarbeit, vom Drechseln des Holzmodels über das Glasblasen bis zum Schleifen, Gravieren, Bemalen und Vergolden. Damit garantiert die Kristallglasmanufaktur hohe Qualität „Made in Bavaria“ .

Das Beste aus jahrhundertealter Tradition

Die beliebteste Glasserie von Theresienthal ist Kilimandscharo. Auf kunstvoll hergestellten Überfangbechern sind idyllische Naturszenen mit afrikanischen Tieren eingraviert. Eine große Auswahl an Farben, funktionale Formen und behagliche Naturmotive bringen einen Hauch von Biedermeier in die heutige Zeit.

Die Glasserie Schliersee verzaubert mit pastoralen Bildern aus den Bayerischen Alpen. Der Schliersee ist ein beliebtes Ausflugsziel rund 50 Kilometer südlich von München; Theresienthal beschwört das Alpenidyll auf seinen Überfangbechern mit Gravuren von indigenen Wildtieren wie Gämse, Auerhähne, Adler, Hirsche und Rehe.

Die Serie Planet Earth umspannt Motive von der Tiefsee bis ins Weltall. Farben und Gravuren ergänzen sich zu einer kohärenten Erzählung; die Mischung aus Tieren, Pflanzen und abstrakten Motiven machen die Kollektion abwechslungsreich.

Die Serie Newport erinnert an den Erfolg von Theresienthal in den USA. Die Gläser im Jugendstil waren sehr begehrt bei New Yorkern, die in die Hafenstadt im Bundesstaat Rhode Island reisten, um den Start internationaler Regatten zu sehen.

Die Gläserserie Juwel Gold feiert den Barock und bringt ihn mit einem modernen Touch ins neue Jahrtausend.

Sie suchen nach einer bestimmten Serie von Theresienthal oder interessieren sich für limitierte Editionen? Wir beraten Sie gerne per E-Mail an service@artedona.com oder telefonisch unter +49 (89) 45 69 20 66, Montag bis Freitag von 8:30 - 19:00 Uhr.

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