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Meisterhafte Glasveredelung aus Norddeutschland – Rotter Glas

Kunst für den Alltag – das ist die Mission des familiengeführten Glasveredlers Rotter Glas. Die Familie schleift und graviert Glas seit 1870; seit 1948 befindet sich ihre Manufaktur in Lübeck. Dort erhebt sie mundgeblasene Überfangbecher mit handgeschliffenen Dekoren zu Kunstobjekten für den täglichen Gebrauch.

Bei Rotter Glas dreht sich alles um die Kunst des Schleifens. Die Auswahl an Formen ist deshalb bewusst aufs Wesentliche reduziert. Es gibt einen Trinkbecher in vier Größen und zehn Farben – passende Karaffen, Schalen und Vasen sind begrenzt erhältlich. Mehr braucht Rotter Glas nicht, um ein internationales Publikum zu begeistern.

Was Rotter Glas einzigartig macht, offenbart sich erst bei einem Blick auf die verfügbaren Muster und Motive. Zählt man alle Kollektionen zusammen, gibt es den „Rotter Becher“ in hunderten Dekoren, Tendenz steigend. Ein Fest für Sammlerherzen!

Die Herkunft des Kugelbechers

Die Familie Rotter veredelt seit 1870 Kristallglas, anfänglich in Schlesien. Nach Norddeutschland verschlug es die Familie, als Carl Rotter 1948 die Glasschleiferei seiner Eltern verließ, um seinen eigenen Betrieb aufzubauen.

Sein Ziel war der Bayerische Wald, damals wie heute das Zentrum der deutschen Glasindustrie. Auf der Bahnfahrt blieb er jedoch in der Hansestadt Lübeck stecken. Da entschied er sich spontan, zu bleiben.

Carl Rotter fand schnell Erfolg mit einer Technik, die er in den zwanziger Jahren erfunden und patentiert hatte: das „Kugelbohrverfahren“. Er schliff viele kugelförmige Vertiefungen dicht nebeneinander in blindes Pressglas und polierte sie, bis sie durchsichtig wurden.

Jede „Kugel“ wirkt wie eine Linse und spiegelt die Kugeln auf der anderen Seite des Glases wider. Wie in einem Kaleidoskop entsteht so ein Eindruck von Unendlichkeit. Der Kugelbecher war geboren – und ist seitdem Bestseller und Markenzeichen des Hauses.

Vielschichtige Qualität – der Überfangbecher

Heutzutage veredelt Rotter Glas ausschließlich mundgeblasene Kristallgläser. Die Form des Rotter Bechers erinnert an ein typisches Tumbler-Glas: kompakte Form, stabiler und doch schlanker Boden, großzügig weiter Rand. Schönheitsfehler im Glas wie Luftbläschen, variable Wanddicken und leichte Farbabweichungen zeugen von reiner Handarbeit.

Die farbigen Becher bestehen aus Überfangglas. Dieses hat eine klare Innenschicht und eine farbige Außenschicht. Es entsteht, indem ein klarer Glasklumpen frisch aus dem Schmelzofen in farbiges Glas getaucht und dann geblasen wird. Die Farbschichten sind nach dem Aushärten fest miteinander verschmolzen. So sind die Gläser von Rotter Glas farb- und lebensmittelecht.

Die wahre Magie des Überfangglases enthüllt sich beim Veredeln: Schleift man die äußere Farbschicht ab, kommt die klare Schicht Stück für Stück zum Vorschein. Es entstehen Farbverläufe und funkelnde Schleifkanten, die den Dekoren Dimension verleihen.

Kunst zum Anfassen

Ein Rotter Glas begeistert nicht nur optisch. Es ist auch eine Spielwiese für die Finger. Verschiedene Schleif- und Politurtechniken erschaffen eine Vielzahl an Texturen: samtig bis spiegelglatt, kantig bis rund, massiv bis zart.

Dank dieser unterschiedlichen Polier- und Transparenzgrade bietet jedes Dekor von Rotter Glas eine neue haptische Erfahrung. Maschinen sind nicht in der Lage, derartige Abstufungen zu produzieren; nur erfahrene Kunsthandwerker können diese Texturvielfalt in aufwendiger Handarbeit erschaffen.

Durch den hohen Anspruch qualifizieren sich nur wenige Kunsthandwerker für die Arbeit bei Rotter Glas. Nach einer dreijährigen Ausbildung an der einzigen Fachschule in Deutschland braucht es weitere sieben Jahre Berufserfahrung, bis alle Techniken sitzen. Für die komplexesten Dekore braucht selbst der Glasveredler-Meister über 15 Arbeitsstunden.

Gerade mal 3000 Gläser verlassen die Manufaktur pro Jahr. Seit 2017 trägt jedes Glas den Schriftzug ROTTER GLAS im Boden. Dazu gravieren die Mitarbeiter die Initialen „CR“ sowie die Nummer des Dekors in den Boden, wenn sie mit einem Stück fertig sind. Damit ist jedes Glass ein handsigniertes Unikat.

Die Qual der Wahl

Je aufwendiger das Dekor, desto länger die Arbeitszeit. Deshalb ist die Rotter Kollektion in mehrere Preisklassen unterteilt: Freestyle, Classic I, Classic II, Classic III, Exclusive I und Exclusive II. Dazu kommen Kollektionen wie die „Herbal Kollektion“, „Fairytales“ und weitere „Special Themes“. Besonders beliebt ist die „Sealife Kollektion“ . Dessen dynamisch angeordnete Fischschwärme sind jedes Mal anders!

Die Gläser von Rotter Glas sind in zehn brillanten Farben und vier Größen erhältlich: S, M, X und L.

  • S: 5,5cm hoch, 60 ml Fassungsvermögen; perfekt für Spirituosen und Espresso
  • M: 8 cm hoch, 230 ml Fassungsvermögen; entspricht knapp einer Teetasse oder einem amerikanischen „Cup“
  • X: 9.5 cm hoch, 280 ml Fassungsvermögen; entspricht einem typischen europäischen Wasserglas
  • L: 10,9 cm hoch, 360 ml Fassungsvermögen; entspricht einem typischen amerikanischen Wasserglas

Damit die Gläser von Rotter Glas lange strahlen, empfehlen wir, sie nicht ineinander zu stapeln und mit der Hand zu spülen.

Unser Sortiment zeigt nur eine kleine Auswahl an verfügbaren Gläsern von Rotter Glas. Wenn Sie eine Wunschkombination aus Größe, Farbe und Dekor haben, beraten wir Sie gerne per E-Mail an service@artedona.com oder telefonisch unter +49 (89) 45 69 20 66, Montag bis Freitag von 8:30 - 19:00 Uhr.

Die Übersicht zur Rotter Glas Kollektion finden Sie hier: Carl Rotter Glasschliffe und Farben (PDF 2,1 MB)

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